Ankerschule für digitale Bildung

Wir sind stolz darauf, als Ankerschule für digitale Bildung in Oberbayern ausgewählt worden zu sein. An unserem Sonderpädagogischen Förderzentrum erproben und etablieren wir innovative, digital gestützte Lehr- und Lernformate. Um jedoch eine unreflektierte Überdigitalisierung zu vermeiden, achten wir bewusst darauf, digitale Tools und Methoden nur dort dauerhaft einzusetzen, wo sie sich durch sorgfältige Erprobung im Schulalltag bewährt haben. Dabei steht unser wichtigstes Ziel immer im Mittelpunkt: die bestmögliche individuelle Förderung und die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe unserer Schülerinnen und Schüler in einer digitalen Welt.

Trickfilmerstellung im Rahmen eines Medienprojekttages in der Oberstufe

Was bedeutet das für unsere Schule?

Als Ankerschule gehen wir voran, erproben neue Wege und geben unsere Erfahrungen weiter. Unsere Arbeit ruht dabei auf drei Säulen:

Digitale Teilhabe ermöglichen (Lehrkräfte & Schüler) 

Digitale Kompetenz ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Wir integrieren digitale Medien und Applikationen so in den Schulalltag, dass sie die individuellen Arbeits- und Lernprozessen optimal unterstützen. Ob durch motivierende Lern-Apps, den Einsatz interaktiver Tafeln oder spezifische Fortbildungsangebote – wir machen unsere Lehrkräfte und unsere Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft.

Verlässliche Strukturen schaffen (Fokus: Schule & Konzept) 

Erfolgreiche digitale Bildung braucht mehr als nur funktionierende Endgeräte. Wir entwickeln und erproben praxisnahe Medienkonzepte speziell für die Sonderpädagogik. Dazu gehören der sinnvolle Einsatz neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz zur Unterrichtsvorbereitung, strukturierte Supportwege und die kontinuierliche, bedarfsorientierte Fortbildung unseres Kollegiums.

Vernetzung in ganz Oberbayern (Fokus: Multiplikator & Netzwerk) 

Wir verstehen uns als aktiven Knotenpunkt für digitale Bildung. Der kollegiale Austausch der Förderschulen findet oberbayernweit über neun Regionalgruppen statt. Im Rahmen dieser Treffen an wechselnden Standorten sowie durch individuelle Hospitationsangebote teilen wir unsere Praxis-Erfahrungen. Gleichzeitig profitieren wir von diesem starken Netzwerk und arbeiten eng mit anderen Förderzentren zusammen, um digitale Schulentwicklung gemeinsam voranzutreiben.

Infografik zum Thema Ankerschule SFZ Waldkraiburg

Unsere Infrastruktur

Eine funktionierende und verlässliche Infrastruktur ist das Rückgrat zeitgemäßer Bildung. An unserer Schule haben wir in enger Zusammenarbeit mit unserem Sachaufwandsträger (LRA Mühldorf am Inn) eine technische Ausstattung etabliert, die pädagogisch flexibel, datenschutzkonform und im Schulalltag wartungsarm ist. Wir setzen auf Standardisierung, um unserem Kollegium Handlungssicherheit zu geben.

Unsere Bausteine im Überblick:

  • Präsentationstechnik in den Klassenzimmern: Alle unsere Lernräume sind mit modernen, interaktiven Displays und einer zusätzlichen Soundbar ausgestattet. Jedes Klassenzimmer verfügt über einen Laptop, dessen Bildschirminhalt sich auf das Display spiegeln lässt. Darauf können sich die Lehrkräfte mit einem eigenen Account anmelden, um schnell auf ihre Daten zugreifen zu können. Außerdem nutzen wir zur drahtlosen Anbindung unserer Lehrer-Tablets zusätzliche Hardware, um eine optimale Verbindungsqualität während des Unterrichts zu ermöglichen. Egal in welchem Raum eine Lehrkraft unterrichtet, sie findet immer dieselbe gewohnte und zuverlässige digitale Tafelumgebung vor.
  • Endgeräte für Schülerinnen und Schüler (iPads): Wir nutzen iPads als vielseitige Lernwerkzeuge. Dabei kombinieren wir flexibel einsetzbare iPad-Kofferlösungen für die jüngeren Schülerinnen und Schüler und den Fachunterricht mit 1:1-Ausstattungen in den Oberstufenklassen. Sämtliche Geräte werden zentral über ein Mobile Device Management (MDM) verwaltet. So stellen wir sicher, dass die benötigten Apps auf den Geräten sind und die Lehrkräfte im Unterricht nicht mit administrativen Aufgaben belastet werden.
  • Zentrale Lernplattformen & KI-Systeme: Wir nutzen die BayernCloud Schule (BYCS) als sichere, digitale Lern- und Arbeitsumgebungen für die Schulgemeinschaft. Zudem haben wir datenschutzkonforme KI-Assistenzsysteme wie AIS.chat fest in unsere digitale Infrastruktur integriert, um Lehrkräfte bei der Differenzierung von Texten und Arbeitsmaterialien zu unterstützen.
  • Netzwerk & Support-Strukturen: Eine Leistungsstarke Internetanbindung und ein flächendeckendes, stabiles WLAN in den Schulgebäuden ist die Grundvoraussetzung unserer Arbeit. Genauso wichtig sind uns jedoch klare Zuständigkeiten: Wir haben transparente schulinterne Meldewege für den technischen Support (First-Level-Support) etabliert, damit technische Hürden den Unterrichtsfluss nicht ausbremsen.

Unser Angebot als Ankerschule: Die Einführung neuer Technik wirft bei Schulleitungen und Systembetreuern oft viele Fragen auf. Wir teilen gerne unsere Erfahrungswerte mit Ihnen:

  • Wie organisieren wir das App-Management und die iPad-Ausleihe im Alltag?
  • Wie nutzen wir die Angebote der ByCS für die Organisation unserer Schule?
  • Welche Überlegungen waren bei der digitalen Ausstattung unserer Klassenzimmer entscheidend?
  • Welche Fallstricke gilt es bei der Planung, Einführung und Wartung der digitalen Ausstattung zu umgehen?
Foto eines Klassenzimmers mit der typischen technischen Ausstattung

Typische technische Ausstattung unserer Klassenzimmer.

Medienkompetenz & Prävention – Sicherer und kreativer Umgang mit der digitalen Welt

Digitale Teilhabe bedeutet für uns nicht nur den sicheren Umgang mit Hard- und Software, sondern vor allem die Entwicklung einer kritischen, reflexiven und verantwortungsvollen Haltung. Gerade im sonderpädagogischen Kontext ist es uns ein zentrales Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen und Risiken der digitalen Welt vorzubereiten und sie zu stärken.

Umsetzung in der Praxis: 

  • Aktive und kreative Medienarbeit: Wir machen unsere Schülerinnen und Schüler vom reinen Konsumenten zum Produzenten. Durch handlungsorientierte Projekte – wie beispielsweise die Erstellung eigener Memes in der 8. Klasse zur gemeinsamen Erarbeitung von Schulregeln – setzen sich die Jugendlichen kreativ und motivierend mit digitalen Kommunikationsformen auseinander.
  • Gestaltung eigener digitaler Lernprodukte: Auch jüngere Schülerinnen und Schüler werden in einzelnen Projekten an digitale Möglichkeiten des Lernens herangeführt. Durch interaktive Web-Anwendungen im Unterricht (etwa zur Bestimmung heimischer Waldbäume im Sachunterricht) erleben sie, wie digitale Werkzeuge zum Erforschen der eigenen Umwelt genutzt werden können.
  • Elternarbeit auf Augenhöhe: Medienprävention kann nur gelingen, wenn wir die Eltern mit ins Boot holen. Daher bieten wir in Zusammenarbeit mit dem LRA Mühldorf (Lernen vor Ort) bei den regulär stattfindenden Elternsprechtagen immer wieder die konkrete Möglichkeit für Elterngespräche mit der Expertin Fr. Dr. Nußer zum Thema Medienpädagogik an. Darüber hinaus verweisen wir auf die zentralen medienpädagogischen Angebote für Eltern der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, die auch in leichter Sprache angeboten werden.
Foto mit einem Fisch - einmal mit Müll im Bauch, einmal ganz normal

Digitale Bildbearbeitung im Fach BLO in einer Oberstufenklasse zum Thema „Unsere Umwelt und ich“

KI in der Sonderpädagogik – Assistenz für Lernende und Lehrkräfte

Künstliche Intelligenz bietet im Bereich der sonderpädagogischen Förderung enorme Potenziale. Wir nutzen textgenerierende und assistierende KI-Systeme gezielt, um Lernbarrieren abzubauen, individuelle Zugänge zu schaffen und gleichzeitig unser Kollegium bei der oft aufwendigen Unterrichtsvorbereitung zu entlasten.

Umsetzung in der Praxis: Im Schulalltag und in der Vorbereitung setzen wir auf datenschutzkonforme, für den Bildungsbereich entwickelte KI-Tools wie beispielsweise AIS.chat oder die KI-Anwendungen der BayernCloud Schule (ByCS). Dabei liegt unser Fokus auf konkreten Einsatzszenarien:

  • Texte entlasten & differenzieren: Komplexe Sachtexte lassen sich mithilfe der KI in Sekundenschnelle auf unterschiedliche Leseniveaus anpassen oder in „Leichte Sprache“ übersetzen. So erhalten alle Schülerinnen und Schüler den gleichen inhaltlichen Zugang auf ihrem individuellen Leistungsstand.
  • Materialerstellung: Lehrkräfte nutzen die Systeme als digitalen Assistenten, um passgenaue Arbeitsblätter, Lückentexte, Lesespuren oder Bildimpulse für den differenzierten Unterricht zeitsparend zu generieren.
  • Lern-Buddy für Schüler: Wir erproben, wie Schülerinnen und Schüler der Oberstufe KI-Tools in einem geschützten Rahmen als interaktiven Lernbegleiter nutzen können – etwa, um sich bei Schreibprozessen Feedback einzuholen, sich Ideen für Projekte zu sammeln oder um sich einfach mit in einem Chat über ein Thema zu informieren.

Unser Angebot als Ankerschule: Wir haben bereits erste Erfahrungen gesammelt, unter anderem durch einen schulinternen Fortbildungstag zum Thema KI. Wir teilen unsere Erfahrungen gerne mit Kollegien anderer Schulen.

Infografik zu den KI-Tools für bayerische Schulen

Bei Fragen rund um das Thema digitale Bildung an der Joseph-von-Eichendorff-Schule in Waldkraiburg wenden Sie sich bitte an die Verwaltung der Schule. Ihre Anfrage wird dann an das Digi-Team der Schule weitergeleitet.

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